Unser Beitrag zur Renovierung des roten Doppelpfeils «Churchill» für die SBB

Unser Beitrag zur Renovierung des roten Doppelpfeils «Churchill» für die SBB

roter Doppelpfeil "Churchill"

Unser Beitrag zur Renovierung des roten Doppelpfeils «Churchill» für die SBB

Das gesamte Team der Risa Präzisionsmechanik ist stolz auf unseren Beitrag zur Renovierung des Roten Doppelpfeils «Churchill» für die SBB.

Der RAe 4/8 1021, so die offizielle Kennung des Triebwagens, wurde im Auftrag der SBB für die Schweizerische Landesausstellung 1939 als Paradefahrzeug für Sonderfahrten gebaut und ab 1941 für den Charterverkehr freigegeben. 1946 wurde der Triebwagen schliesslich genutzt, um den damaligen britischen Premierminister, Sir Winston Churchill als Staatsgast durch die Schweiz zu fahren. Seither ist der RAe 4/8 1021 auch unter dem Namen «Churchill-Pfeil» bzw. «Roter Doppelpfeil Churchill» bekannt.

Der Churchill-Doppelpfeil besteht aus zwei Teilen, in deren Mitte sich eine Minibar befindet. Am Bau des Fahrzeugs beteiligten sich damals neben der Schweizerischen Lokomotiv- u. Maschinenfabrik, die Firma Brown Boveri & Cie. (BBC), die Maschinenfabrik Oerlikon (MFO), die Firma S.A. des Ateliers de Sécheron (SAAS) und die Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik (SWS)

Der Doppelpfeil wurde kürzlich im SBB Werk Biel renoviert und ist nun wieder für Charterfahrten und Erlebnisreisen in Verkehr gesetzt worden. Im Umfang dieser Renovierung konnte die Risa Präzisionsmechanik AG der SBB Personenverkehr einen «Querkeil» sowie 9 Stk. «Lager» liefern.

Der Querkeil dient als Verdrehsicherung und Anschlag für die Querkupplung zwischen den Wagen. Fahrrichtung ist auf dem Bild von links nach rechts oder umkehrt. In sehr engen Kurven überträgt die Querkupplung dabei die Kräfte quer zur Fahrrichtung, wobei der vorausfahrende Wagenkasten den nachfolgenden anlenkt um eine Kollision der Wagenkästen zu vermeiden.

der alte Querkeil

der alte Querkeil

der neue Querkeil

der neue Querkeil

Einbauort des Querkeils

Einbauort des Querkeils

Die Lager führen einen Torsionsstab der mittels Hebel die Drehgestell-Wiege stabilisiert. Es handelt sich um eine mechanische Wankkompensation. Will sich der Wagenkasten in einer Kurve durch die Fliehkraft nach aussen neigen und die Wiege einseitig einfedern, wird über diese Mechanik die gegenüberliegende Seite gleich mit nach unten gedrückt. So neigt sich der Wagenkasten nicht, sondern federt links wie rechts gleichmässig ein.

neues Lager neben altem Lager

neues Lager neben altem Lager

Einbauort der Lager

Einbauort der Lager

Vielleicht sehen wir uns ja bei einer gemütlichen Rundfahrt mit dem Churchill-Doppelpfeil.

veröffentlicht am 17.06.2026